Märchen von der Defloration
„Ach wie gut das niemand weiß…“ oder Handwerk hat goldenen Boden
Auf des Walde schöner Wiese
Ging dereinst die Liesel.
Vom Walde her ein Ästlein knackt.
„Ist mir egal. Ich mach mich nackt!“
Legt sich ins Grase, schaut zum Himmel,
und träumt von einen großen …?
Gewitter?!?
Ne!... da hörte sie ganz in der Näh´
Gebimmel..
Ein Reiter war es auf weißem Rosse
Und eine ziemlich engen Hose.
D´G´sicht vom ihm wurd lang und länger
Die Hos´ dagegen immer enger.
Die Liesel, die Keusche, die wollte grad gehen,
das sah sie den Manne neben sich stehn.
„Grüß Gott, lieber Ritter und deine Kumpeln.
Wenn ihr schon mal hier steht, dann könn wir auch rumpeln.“
Was dort nun passierte auf der Lichtung
Darüber schweigt die Grimm´sche Dichtung.
Seither tut sie rumpeln mit Mund und Hand
sie wurde als „Rumpellieschen“ weltbekannt.
Liesel musste nix lernen, schon gar nicht das Spinnen.
Sie tat ja mit Rumpeln ihr Gold verdienen.
Bank
Der Fänger von Hameln der hatte es schwer
Er lockte die Ratten hinter sich her.
Doch biste bei einer Bank angestellt
Dann kriegste die Mäuse aus der ganzen Welt.
Für die Mäuse schufften die andren Idioten
Und selber kriegste kein Dreck an die Pfoten
Du führst dann ein sorgloses Leben
Vor allem wenn Mäuse an dir kleben.
Mit 50 sind dir die Sorgen gleich
Denn du bist wie ein Scheich so reich.
Du lebst von den Zinsen und von dem Gewinn
Und lächest wie der da ganz still vor dich hin.
Der Dieb von Sindelfingen
Prolog:
Es war ein Mann in Sindelfing
Der klaute wo er stand und ging
- wofür er später dann auch hing.
Die Einfalt war ihm stets Begleiter
Sogar noch auf des Galgens Leiter.
Er stand mit strahelendem Gesicht
„Hier hab ich eine schöne Sicht.“
An eines dacht´ er voller Not
„Ob denn der Strick nicht kratzen tut?
Und wenn ich dann so hänge
wird´s mit der Luft nicht enge?“
Schaut freundlich nach dem Henke hin
Es machte plumps -da war e r hin.
Der doofe Dieb von Sindelfing.
Defloration
Ein weises Pergamentpapier
Lag rein und nackt des Nachts vor mir.
Eilig nahm ich in meine Hand den Pinsel, den weichen
Und wollte damit das Blatt ganz zärtlich und sachte bestreichen.
Beim heftigen Zucken des Kerzenschein
Stieß ich den Pinsel in die schwarze Tinte hinein.
Zu Beginn sind paar Tropfen daneben geflossen
Dass Fässlein war neu und fest verschlossen.
So langsam füllte die Seite sich
Vielleicht sollt ich´s verziehen mit einem Kupferstich
An den Gedanken fand ich Gefallen
Und auch das Blatt, es tat sich wallen.
Es sah jetzt weniger jungfräulich aus
Und meine Worte, die sprudeln nur so heraus.
Auf meiner Stirn da stand mir der Schweiß
Ich war sehr erregt und mir ward ganz heiß.
Mein Herz begann wie irre zu klopfen
Der Pinsel war harte, der fing an zu tropfen.
Die Tinte die ist umgestirzt.
Und auf´s ganze Papier gespritzt.
Zufrieden und matt
sank ich auf´s feuchte Blatt.
Lesen konnte ich es später nicht
Die Schrift, sie war zu sehr verwischt.
Das Innere des Menschen - (K)eine anatomische Betrachtung
Das Innere im Menschen, das tut
zählen.
Mit solchen Sätzen kann man mich
quälen.
Denn ich habe noch keinen hör´n
munkeln
Wie goldig gelb die Blase tut
funkeln
auch hat noch niemand davon
gesprochen
wie gut dein Dickdarm hat
gerochen.
Überhaupt: es sprach keiner
so´n Mist
Wie üppig und drall doch die
Galle ist
Ich mache es lieber wie
jedermann
Und schau mir die Frauen von
aussen an.
Endlose Beine, ein knackiger Po
Das will ich sehen, das macht mich froh.
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